700 Kurden demonstrieren in Düren für Freiheit in Nordsyrien
Rund 700 kurdische Demonstranten versammelten sich am 28. Januar 2026 in Düren, um ihre Solidarität mit Nordsyrien zum Ausdruck zu bringen. Die unter dem Motto 'Freiheit für Kurdistan' stehende Kundgebung fand vor dem Hintergrund steigender Spannungen in der Region statt und verlief weitgehend ohne Zwischenfälle. Die Demonstration begann am Kaiserplatz und zog anschließend auf einer vorher abgestimmten Route durch die Innenstadt. Organisiert vom Kurdischen Kulturverein Düren, marschierten die Teilnehmenden friedlich unter Polizeiaufsicht. Beamte waren sichtbar präsent, um für Sicherheit zu sorgen und das Versammlungsrecht zu schützen. Zwei vereinzelte Vorfälle führten zu strafrechtlichen Ermittlungen - einer wegen Beleidigung, ein weiterer wegen versuchter Körperverletzung. Trotz dieser Zwischenfälle endete die Veranstaltung ruhig mit einer Abschlusskundgebung am Kaiserplatz. Die Proteste erfolgen zu einer Zeit, in der die Kämpfe im Nordwesten Syriens (Region Aleppo) seit Januar 2026 über 30.000 Familien in die Flucht getrieben haben. Gleichzeitig dringen im Nordosten Syriens (Rojava) Regierungstruppen unter Ahmed al-Sharaa in kurdisch kontrollierte Gebiete vor. Sie haben die Kontrolle über IS-Gefängnisse übernommen, darunter das Lager al-Hol, und bedrohen damit die kurdische Autonomie. Diese Entwicklung folgt auf Änderungen in der US-Politik und türkischen Interessen. Die Demonstration in Düren endete ohne größere Störungen, wobei die beiden kleineren Vorfälle noch untersucht werden. Die Kundgebung lenkte die Aufmerksamkeit auf die anhaltenden humanitären und politischen Sorgen in den kurdischen Regionen Syriens.