500-Kilo-Fliegerbombe in Ratingen: Evakuierung und nächtliche Entschärfung
Jonas Mayer500-Kilo-Fliegerbombe in Ratingen: Evakuierung und nächtliche Entschärfung
500-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Ratingens Innenstadt entdeckt
Am Montag wurde in der Innenstadt von Ratingen eine 500 Pfund schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Die Entdeckung führte zur Evakuierung von etwa 2.300 Anwohnern, darunter auch Bewohner von Seniorenheimen. Die Behörden arbeiteten bis spät in die Nacht, um das Sprengmittel sicher zu bergen.
Die Bombe wurde bei routinemäßigen Bauarbeiten gefunden, woraufhin sofort eine Evakuierung eingeleitet wurde. Ursprünglich hatten die Verantwortlichen geplant, das Gebiet bis 17 Uhr zu räumen, doch logistische Herausforderungen – insbesondere die Verlegung von zwei Seniorenheimen – verzögerten den Prozess um mehrere Stunden.
Die evakuierten Anwohner versammelten sich im Rathaus, wo rund 400 Menschen den Abend verbrachten. Einige ältere Personen brachen aufgrund der Belastung zusammen, erhielten aber vor Ort medizinische Hilfe. Für manche der älteren Evakuierten weckte der Fund der Kriegsbombe schmerzhafte Erinnerungen. Polizeidirektor Michael Reinsch, der die Krisenbewältigung leitete, koordinierte den Einsatz gemeinsam mit dem Kampmittelräumdienst. Die Bombe konnte schließlich spät am Montagabend erfolgreich entschärft werden. Gegen 1.30 Uhr kehrten alle Heimbewohner in ihre Zimmer zurück, allerdings verzögerte sich das Frühstück am nächsten Morgen aufgrund der nächtlichen Störungen bis in die späten Vormittagsstunden.
Die Bergung der Bombe brachte für Ratingen nach einem langen und angespannten Abend Erleichterung. Die Anwohner kehrten nach und nach in ihre Häuser zurück, doch einige Pflegeeinrichtungen mussten sich noch mit den Folgen des Vorfalls auseinandersetzen. Die Behörden bestätigten, dass es abgesehen von den anfänglichen stressbedingten Vorfällen keine Verletzungen gab.