04 January 2026, 17:01

34 Glaubensgemeinschaften feiern interreligiösen Dialog in Münsters Friedenssaal

Vier Personen stehen, eine hält ein Mikrofon, mit Kerzen auf Tischen, Stühlen, einem Lautsprecher, Blumen und heiligen Kreuzen an der Wand im Hintergrund.

34 Glaubensgemeinschaften feiern interreligiösen Dialog in Münsters Friedenssaal

Vertreterinnen und Vertreter von 34 Glaubensgemeinschaften trafen sich im Friedenssaal des Münsteraner Rathauses zu einem Austausch über Dialog und friedliches Zusammenleben. Die Veranstaltung, Teil der Reihe "Dialoge für den Frieden" der Stadt, brachte religiöse Würdenträger mit den Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister von Münster und Osnabrück zusammen. Eine Kerzenanzündzeremonie symbolisierte ihr gemeinsames Bekenntnis zu Verständigung und Harmonie.

Der Empfang markierte das 18. Jahr dieser Tradition, die vom Friedens- und Wissenschaftsbüro von Münster Marketing organisiert wird. Rund 50 Delegierte nahmen teil und spiegelten damit die Vielfalt der religiösen Gemeinschaften in der Region wider. Oberbürgermeister Markus Lewe betonte die Bedeutung offener Gespräche und des Zuhörens in demokratischen Gesellschaften.

In diesem Jahr präsentierte Thomas Nufer im Rahmen der Veranstaltung künstlerische Austauschprojekte zwischen den Kulturen – sein "West-Östlicher Diwan" stand dabei im Mittelpunkt. Das Treffen ist Teil eines jährlichen Austauschs zwischen Münster und Osnabrück, zwei historischen Friedensstädten. Seit 2015 wechselt die Veranstaltung zwischen den beiden Rathäusern, um die Verbindungen zwischen den Gemeinden zu stärken. Als symbolische Geste entzündete jede Vertreterin und jeder Vertreter eine Friedenskerze. Damit unterstrichen sie ihr Engagement für die Förderung des Dialogs und ein respektvolles Miteinander in der Gesellschaft.

Die Veranstaltung unterstrich die anhaltenden Bemühungen Münsters und Osnabrücks, das interreligiöse Verständnis zu fördern. Mit 34 vertretenen Glaubensgemeinschaften wurde die Bedeutung des Dialogs für ein friedliches städtisches Zusammenleben hervorgehoben. Die Tradition wird im nächsten Jahr fortgesetzt – dann ist Osnabrück Gastgeber der nächsten Begegnung.