24 March 2026, 18:27

32 Jahre Kultur im Duisburger Innenhafen: Wie ein Museum die Stadt prägte

Außenansicht des Museums für Orange Heritage mit Text auf seiner Fassade, umgeben von Fahnen auf Stangen, einem Schild, einem Zaun, Bäumen, Straßenlaternen und einem bewölkten Himmel.

32 Jahre Kultur im Duisburger Innenhafen: Wie ein Museum die Stadt prägte

Das Kultur- und Stadthistorische Museum Duisburg feiert in diesem Monat sein 32-jähriges Bestehen. Am 22. März 1991 eröffnet, verwandelte das Museum eine stillgelegte Industrieanlage im Innenhafen in ein kulturelles Wahrzeichen. Von Anfang an setzte es sich für Barrierefreiheit ein und würdigte die enge Verbindung der Stadt zu ihrer Hafentradition.

Die Geschichte des Museums begann Ende der 1980er-Jahre, als Planer eine leerstehende Mühle im Duisburger Innenhafen umwidmeten. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit eröffnete das ehemalige Niederrheinische Museum in neuem Glanz – mit erweiterten Ausstellungsflächen, Veranstaltungsräumen und einer professionellen Restaurierungswerkstatt. Sein Auftrag war klar: "Kultur für alle" ins Herz der Stadt zu tragen.

Zur Eröffnung 1991 erkundeten über 2.500 Besucher die revitalisierten Räumlichkeiten. Der damalige Oberbürgermeister Josef Krings betonte die symbolische Bedeutung des Wasserstandorts und präsentierte das Museum als Spiegel von Duisburgs wandelnder Identität als Hafenstadt. Wolfgang Clement, später Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, lobte in seiner Begrüßungsrede die inklusive Vision des Projekts.

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Schnell entwickelte sich das Museum zu einem Ort ambitionierter Ausstellungen. 1994–1995 zeigte es Gerhard Mercator, Europa und die Welt zum 400. Todestag des Kartografen. Heute bleibt das Programm lebendig – mit aktuellen Schauen wie Nester, Kobel, Höhlen – Raus aus dem Winterschlaf und Cash! – Eine Geschichte des Geldes. Als erstes Projekt der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (IBA) gab es zudem den Anstoß für die Umwandlung des Innenhafens in ein pulsierendes Dienstleistungs- und Kulturviertel.

Am 22. März 2023 leitet Museumsdirektorin Dr. Susanne Sommer ab 12 Uhr eine Sonderveranstaltung zum Jubiläum. Das Programm umfasst ein Gespräch mit dem ehemaligen Pressesprecher Werner Pöhling, der die Museumsgeschichte Revue passieren lässt. Der Eintritt ist im regulären Ticketpreis enthalten: 4,50 Euro für Erwachsene, 2 Euro für Kinder und Ermäßigte.

Die Jubiläumsfeier bietet Gelegenheit, die Rolle des Museums in Duisburgs Kulturszene zu würdigen. Seit 1991 hat es sich von einer industriellen Umnutzung zu einer Schlüsselinstitution entwickelt, die Stadtgeschichte mit zeitgenössischen Themen verbindet. Die moderaten Eintrittspreise bewahren dabei den ursprünglichen Grundsatz "Kultur für alle".

Quelle