27 December 2025, 00:48

30 Jahre PSU: Wie die Polizei NRW ihre Beamten nach Trauma-Einsätzen schützt

Eine Gruppe von Menschen, die auf Stühlen sitzen und einer Bühne zugewandt sind, auf der ein Polizeibeamter in ein Mikrofon spricht, wobei auf der rechten Seite des Bildes eine Tür zu sehen ist.

30 Jahre PSU: Wie die Polizei NRW ihre Beamten nach Trauma-Einsätzen schützt

Psychosoziale Unterstützungseinheit der Polizei NRW feiert 30-jähriges Jubiläum als erste ihrer Art in Deutschland

Die Psychosoziale Unterstützungseinheit (PSU) der Polizei Nordrhein-Westfalen blickt auf 30 Jahre als erste Spezialeinheit dieser Art in Deutschland zurück. Das Team, bestehend aus 13 Polizeibeamten und fünf Polizeiärzten, bietet rund um die Uhr Betreuung für Kollegen nach traumatischen Einsätzen an. Kürzlich würdigte Innenminister Herbert Reul die Einheit für ihre unverzichtbare Arbeit bei der Unterstützung von Einsatzkräften in Extremsituationen.

Die PSU wurde 1994 gegründet, um nach belastenden Ereignissen wie schweren Unfällen, Schusswaffenvorfällen oder Suiziden professionelle Hilfe zu leisten – Situationen, die bei Beamten oft langfristige psychische Folgen hinterlassen. Allein 2023 wurde das Team zu 130 Einsätzen gerufen, was seine fortwährende Bedeutung unterstreicht.

Sämtliche Mitglieder sind nach dem SbE/CISM-Standard zertifiziert und garantieren damit eine fachkundige und strukturierte Betreuung. Drei von ihnen stammen aus dem Märkischen Kreis: Polizeidirektorin Nicole Pletha, Kriminaldirektor Stefan Winkler und Polizeioberrat Guido Bloch. Die übrigen zehn Beamten und fünf Ärzte ergänzen die in Hemer ansässige Einheit, wobei ihre Namen nicht öffentlich genannt werden. Minister Herbert Reul hob während der Jubiläumsfeier die Hingabe des Teams hervor und betonte, wie dessen Einsatz dazu beiträgt, die Gesundheit und Professionalität von Polizisten in hochbelastenden Situationen zu bewahren.

Die PSU arbeitet weiterhin im 24/7-Betrieb und bietet maßgeschneiderte Unterstützung für Beamte in Krisensituationen. Mit drei Jahrzehnten Erfahrung bleibt sie eine Säule der psychischen Gesundheitsvorsorge innerhalb der nordrhein-westfälischen Polizei. Ihre Arbeit stellt sicher, dass diejenigen, die die Öffentlichkeit schützen, selbst Schutz erhalten, wenn sie ihn am dringendsten benötigen.