17 January 2026, 14:04

30 Jahre Gast-Haus e.V.: Dortmunds Lebensretter für Obdachlose feiern Jubiläum

Ein Plakat für einen Wohltätigkeitsbasar zugunsten der Witwen und Waisen von Soldaten verschiedener Nationen, mit Textdetails zum Ereignis.

30 Jahre Gast-Haus e.V.: Dortmunds Lebensretter für Obdachlose feiern Jubiläum

Dortmunds Gast-Haus e.V. unterstützt seit 30 Jahren Obdachlose und bedürftige Menschen in der Stadt Dortmund – doch die Nachfrage nach Essen, Kleidung und Unterkunft steigt. Nun kamen Vertreter zusammen, um das dreißigjährige Bestehen der Einrichtung zu würdigen.

Die Hilfsorganisation nahm 1994 ihre Arbeit auf und hat sich seitdem zu einer unverzichtbaren Anlaufstelle für Bedürftige entwickelt. Täglich wird hier eine warme Mahlzeit an alle ausgegeben, die kommen – niemand wird abgewiesen. Im Jahr summiert sich das auf rund 140.000 Mahlzeiten, dazu 3,5 Tonnen aufgebrühter Kaffee und über 12.000 medizinische Behandlungen.

Zudem verteilt der Verein dringend benötigte Kleidung: Jährlich werden 25.000 Kleidungsstücke ausgegeben. In den kalten Monaten erhalten Gäste trockene Sachen, Schlafsäcke und die Möglichkeit, sich in warmen Innenräumen länger aufzuhalten. Die Einrichtung hat jeden Tag geöffnet – auch an Feiertagen, Weihnachten und Neujahr.

Hinter den Kulissen halten über 70.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden pro Jahr den Betrieb am Laufen. Direktorin Katrin Lauterborn nennt mehrere Gründe für den wachsenden Bedarf: steigende Mieten, einen angespannten Wohnungsmarkt, psychische Belastungen und veränderte Familienstrukturen.

Bei der Jubiläumsfeier betonte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst die langjährige Bedeutung der Einrichtung. Er bezeichnete sie als Ort der Solidarität und Würde für die Stadt Dortmund. Auch Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti nahm an der Veranstaltung teil, um das Engagement des Vereins zu würdigen.

Angesichts der steigenden Nachfrage erweitert der Gast-Haus e.V. sein Angebot weiter. Die täglichen Mahlzeiten, die medizinische Versorgung und die Winterhilfe bleiben für Tausende überlebenswichtig. Sowohl Verantwortliche als auch Ehrenamtliche unterstreichen, wie unverzichtbar die Arbeit in einer sich wandelnden Gesellschaft ist.