13 Millionen Deutsche kämpfen an der Armutsgrenze – wer ist besonders betroffen?
Henry Koch13 Millionen Deutsche kämpfen an der Armutsgrenze – wer ist besonders betroffen?
Mehr als 13 Millionen Menschen in Deutschland leben derzeit unter der Einkommensarmutsgrenze – das zeigen aktuelle Zahlen. Das entspricht 15,5 Prozent der Bevölkerung, wobei viele im Rentenalter mit finanziellen Schwierigkeiten kämpfen. Ein neuer Bericht macht deutlich, wie steigende Lebenshaltungskosten und stagnierende Löhne die Probleme für Millionen Erwerbstätige und Rentner verschärfen.
Besonders hart trifft es diejenigen, die weniger als 2.750 Euro monatlich verdienen. Rund 4,6 Millionen Deutsche – das sind 20 Prozent der Vollzeitbeschäftigten – fallen in diese Kategorie und sind damit stark von Altersarmut bedroht. Die gesetzliche Rente ersetzt derzeit nur 53 Prozent des Bruttoeinkommens bei über 65-Jährigen, sodass viele auf private Ersparnisse oder zusätzliche Arbeit angewiesen sind.
Mit 13 Millionen Menschen, die bereits von Einkommensarmut betroffen sind, wird die Herausforderung, einen gesicherten Lebensabend zu gewährleisten, immer drängender. Die Kluft zwischen Einkommen und Lebenshaltungskosten – vor allem in teuren Regionen – lässt Millionen eine ungewisse Zukunft befürchten. Anpassungen wie die geplante Reform der Minijobs ab 2026 könnten zwar etwas Entlastung bringen, doch private Vorsorge und politische Unterstützung bleiben entscheidend, um langfristige finanzielle Sicherheit zu erreichen.